Jenseits des Nennbaren liegt der Anfang der Welt.
Sein und Nichtsein erzeugen einander.
Der SINN faßt alles Bestehende in sich.
Besser ist es, das Innere zu bewahren.
Der Geist der Tiefe stirbt nicht.
Er entäußert sich seines Selbst, und sein Selbst bleibt erhalten.
Des Wassers Güte ist es, allen Wesen zu nützen ohne Streit.
Ist das Werk vollbracht, dann sich zurückziehen.
Man bildet Ton und macht daraus Gefäße: Auf dem Nichts daran beruht des Gefäßes Brauchbarkeit.
Wer mit klarem Blicke alles durchdringt, der mag wohl ohne Kenntnisse bleiben.
Rennkampf und Jagd machen der Menschen Begehren wild.
Der Grund, warum ich große Übel erfahre, ist, daß ich ein Ich habe.
Wer erfaßt den SINN des Alten, kann damit beherrschen das Sein des Heute.
Grenzenlos quellend, man kann ihn nicht nennen, er reicht zurück ins Nicht-Wesen.
Das Nicht-Handeln üben: so kommt alles in Ordnung.
Zurückgewandt sein zur Wurzel: das ist Stille.
Cento based on Tao Te King by LaoTse, translated by Richard Wilhelm (Karl-Maria Guth, Berlin 2016). A cento is a literary device and creative technique whereby one creates a new literary work entirely from other authors' collated verses or passages. In this case, one line from each of the first 16 staves, with slight reordering.
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